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Slalom ©copyright
by Remo Müller, Foxi’s Agility-Homepage Problemstellung: 1.
Gängige Lernmethoden 2.
Vorzeitiges Ausfädeln / mehrere Stangen gleichzeitig /
Stehenbleiben im Slalom 3.
Korrektes Einfädeln 4.
Langsamer Hund Lösungen: 1a.
Leine und "gerader" Slalom: Den Hund an der Leine "Fuss"
durch den "senkrechten" Slalom (natürlich stehen nur die
Stangen senkrecht *grins*) führen. Dem Hund durch leichtes Wegdrücken
mit dem Knie und sanftes zu sich Hinziehen mit der Leine die Richtung
vorgeben. Zur besseren Unterstützung kann man selbst einen
Zick-Zack-Schritt anwenden (muss der Hund nach links, einen versetzten
Schritt nach links ausführen; muss der Hund nach rechts, einen versetzten
Schritt nach rechts ausführen). Die Leine in der linken Hand halten und
von oben um die Stangen herumführen (wie ein Trolleybus). Zusätzlich
kann man den Hund verbal mit einem richtig "getimeten" und
regelmässigen Zick-Zack-Zick-Zack .... unterstützen. Den Slalom zuerst
mit 6, oder 8 Stangen üben. Wenn der Hund den Slalom dann praktisch ohne
Leinenarbeit erledigt, die Stangenzahl nach und nach auf 12 Stangen erhöhen.
Später den Hund ableinen und gleichmässig ruhig, nur noch mit
Handzeichen, Wechselschritt und dem Kommando Zick-Zack durch den Slalom führen.
Am Anfang vielleicht nochmals auf 6 Stangen zurückgehen. Wenn der Hund
die 6 Stangen selbständig beherrscht, Stangenzahl (immer nur gerade
Stangenzahl) bis auf 12 Stangen erhöhen. Vorteile: Durch
die Leine ist der Hund mit dem Hundeführer verbunden und erhält dadurch
bei richtiger Ausführung der Methode mehr Sicherheit. Ausserdem kann der
gerade Slalom mit einfachen Hilfsmitteln auch zu Hause geübt werden.
Hunde, die den Slalom gerade gelernt haben, beherrschen den Slalom, wenn
sie ihn einmal kapiert haben, in der Regel sehr sicher. Nachteile:
Nicht
jeder Hund verträgt diese Methode, vor allem wenn sie vom Hundeführer
mit zuviel Druck oder auch ungeschickt (Zerren am Hund, laufendes Einhängen
der Leine an den Slalomstangen, uws.) angewendet wird. Mit der Leine und
dem senkrechten Slalom dauert es in der Regel länger, bis man erstmals
ein Erfolgserlebnis hat. Auch können Hunde, die sonst schon
Motivationsprobleme haben, langsam werden. 1b.
V-Slalom: Beim V-Slalom werden die Stangen in der Lern- und Aufbauphase
abwechslungsweise V-förmig schräg gestellt (erste Stange nach links,
zweite nach rechts, dritte nach links, vierte nach rechts ..... usw.). Zu
Beginn wird der Stangen-Winkel, bzw. das "V" relativ offen
gestellt, sodass der Hund sich fast nicht um die Stangen herumzuschlängeln
braucht, sondern in gerader Linie durch das V hindurch laufen kann. Der
Hund kann an der Leine (gleich wie bei Methode 1a, Leine von oben zwischen
den Stangen durchführen), aber auch ohne Leine durch den Slalom gelenkt
werden. Mit zunehmender Routine werden die Stangen immer steiler gestellt.
In der letzten Phase stehen die Stangen senkrecht. Vorteile: Der
Hund lernt den Slalom nicht schon zu Beginn als eigentlichen Slalom
kennen, sondern kann praktisch geradeaus durchrennen. Dadurch wird er
nicht, oder deutlich weniger gebremst, als bei der Methode 1a. Ein erstes
Erfolgserlebnis tritt wesentlich schneller ein. Nachteile:
Es
gibt Hunde, die mit dem Uebergang zur letzten Phase, dem Senkrechtstellen
der Stangen, erheblich Mühe bekunden. Sie wollen den Slalom auf einmal
nicht mehr machen, werden unsicher, oder fädeln vorzeitig aus. Teilweise
kann es dann sehr lange dauern, bis man die Stangen senkrecht stellen
kann, bzw. der Hund keine Mühe mit dem "senkrechten" Slalom
mehr hat. 1c.
Gerader Slalom / V-Slalom: Kombinierte Methode von 1a. und 1b. Den Slalom
zuerst nach der Methode 1a. erlernen. Wenn der Hund den senkrechten Slalom
beherrscht, mit dem Slalom in ein leichtes V gehen. Vorteile: Der
Hund beginnt motivierter durch den Slalom zu laufen, gewinnt noch mehr
Sicherheit und wird in der Regel schneller. 1d.
Gasse: Die Stangen senkrecht und abwechslungsweise seitlich versetzt
stellen (Steckslalom oder spezieller Gassen-Slalom, erste Stange links,
zweite rechts, dritte links, vierte rechts .... usw.), sodass für den
Hund eine Gasse entsteht, durch welche er praktisch ungehindert in gerader
Linie durchlaufen kann. Wie beim "offengestellten" V-Slalom muss
er sich am Anfang nicht um die Stangen herumschlängeln. Die Gasse kann
mit, oder ohne Leine ausgeführt werden. Mit zunehmender Sicherheit wird
die Gasse enger gestellt (seitlicher Abstand der Stangen wird verringert),
sodass der Hund damit beginnen muss, sich leicht um die Stangen
herumzuwinden. Mit der Zeit sind die Stangen nur noch so gering seitlich
versetzt, dass der Gassenslalom dem normalen Slalom schon sehr stark ähnelt.
Beherrscht der Hund auch diese Phase, wird der Gassenslalom
"aufgehoben" und zum normalen Slalom übergegangen. Vorteile: Der
Hund lernt den Slalom nicht schon zu Beginn als eigentlichen Slalom
kennen, sondern kann praktisch in gerader Linie durchrennen. Dadurch wird
er nicht, oder deutlich weniger gebremst, als bei der Methode 1a. Ein
erstes Erfolgserlebnis tritt wesentlich schneller ein. Ausserdem kann die
Gassenmethode schon mit relativ jungen Hunden geübt werden, da sie sich
nicht um die Stangen herumwinden müssen. Es findet keine übermässige/übertriebene
Belastung der Wirbelsäule statt. Nachteile:
Es
gibt Hunde, die mit der letzten Aufbau-Phase, dem Uebergang vom Gassen-
zum normalen Slalom, erheblich Mühe bekunden. Sie wollen den Slalom auf
einmal nicht mehr machen, werden unsicher, oder fädeln vorzeitig aus. 1e.
Gasse / V-Slalom: Kombinierte Methode von 1d (Gasse) und 1b (V-Slalom).
Begonnen wird mit der Gasse. Wenn die Gasse immer schmaler wird, wird
gleichzeitig ins "V" übergegangen. Anschliessend wird mit dem
"V" weiter aufgebaut. 1f.
Hilfsbögen (Bogenslalom): Dabei handelt es sich um flache Kunststoff-
oder Metall-Leisten, welche bogenförmig (nach aussen gewölbt) zwischen
die Slalomstangen gespannt werden (bzw. die Slalomstangen werden nach
einem bestimmten Vorgehen, nämlich genau wie der Hund durch den Slalom
laufen muss, durch die Bögen miteinander verbunden; erste und dritte
Stange, zweite und vierte, fünfte und siebte, sechste und achte ....
usw.). Die Bögen werden in der Höhe so befestigt, dass der jeweilige
Hund die Bögen weder unterlaufen, noch überspringen sollte. Die
Bogenvariante kann kombiniert mit sämtlichen bisher aufgeführten
Methoden angewandt werden (1a. gerader Slalom mit oder ohne Leine, 1b.
V-Slalom vor allem in der letzten Phase, 1c. kombinierte Methode
senkrechter Slalom und V-Slalom, 1d. Gasse und 1e. Gasse / V-Slalom). Am häufigsten
werden die Hilfsbögen im Zusammenhang mit dem Gassenslalom angewendet. Vorteile: Der
Hundeführer muss mit deutlich weniger Druck arbeiten, da dem Hund die
richtige Stangenfolge und somit der richtige Weg automatisch vorgegeben
werden. Nachteile:
Einzelne
Hunde fürchten sich vor den Bögen und sträuben sich dagegen, den Slalom
nur schon zu betreten. Kaum sind sie im Slalom, überspringen oder
unterlaufen sie die Stangen, um seitlich aus dem Slalom auszubrechen. Die
nachfolgenden Hilfsmethoden können teilweise als eigene Methode, oder als
Unterstützung zu den vorgängig beschriebenen Methoden angewendet werden: 1g.
Spielzeug: Der Hund wird entweder linkshändig an der Leine, oder auch
ohne Leine, mit dem Spielzeug vor der Schnauze spielerisch und motivierend
durch den Slalom geführt / gezogen. 1h.
Gleich wie 1g, jedoch statt eines Spielzeuges mit Hilfe eines "Gutis",
oder einer mit "Gutis" gefüllten Büchse. Ansonsten gleiches
Vorgehen. 1i.
Zur Unterstützung und Motivation kann nach dem Slalom ein "Guti"
gelegt werden. Der Hund läuft unter Umständen motivierter durch den
Slalom. Nachteile: Unter
Umständen konzentriert sich der Hund nur noch auf das "Guti" am
Ende des Slaloms. Mögliche Folgen: Läuft am Slalom vorbei direkt zum
"Guti", fädelt vorzeitig aus, nimmt mehrere Stangen
gleichzeitig, usw.) 1j.
Den Slalom zuerst nur "Fuss" lernen, bis der Hund den Slalom
"Fuss" geführt 100prozentig beherrscht. Erst dann mit dem
"rechtsgeführten" Slalom beginnen. Vorteile: Das
Erlernen des sonst schon sehr schwierigen Gerätes fällt dem Hund
einfacher, zumal die meisten Hunde, wenn sie mit Agility beginnen, ohnehin
nur das "Fuss-Kommando" kennen und mit dem Gehen und Laufen
rechts vom Hundeführer Probleme bekunden. Nachteile: Es
dauert länger, bis der Hund den Slalom beidseitig geführt gut
beherrscht. Erfahrungsgemäss hat der Hund, vor allem beim zu späten
Erlernen des rechtsgeführten Slaloms, Probleme. Er ist verwirrt und fädelt
falsch ein, oder gleich wieder aus, wenn er den Hundeführer auf der für
ihn "falschen" Seite entdeckt. Es ist ratsam, den Hund zu
schicken und hinter dem Hund zurückzubleiben (vielleicht sogar aus der
"Fussposition" schicken und erst die Seite wechseln, wenn der
Hund eingefädelt hat). Ausserdem muss unter Umständen zuerst wieder mit
6 oder 8 Stangen geübt werden. 2a.
Auf 6 oder 8 Stangen zurückgehen und zuerst noch einmal mit dem verkürzten
Slalom trainieren. Mit zunehmender Sicherheit des Hundes den Slalom wieder
erweitern. 2b.
Nochmals zurück zur Leine oder zum Spielzeug. 2c.
Zurück auf den V-, den Bogen-, oder den Gassenslalom. 2d.
Den Slalom eine Zeitlang wieder nur auf der sichereren und für den Hund
angenehmeren Seite führen (meistens "Fuss"). 2e.
An der eigenen Körperhaltung und Beinarbeit arbeiten (gleichmässiger
Schritt). Aufrecht gehen und nach Möglichkeit auf gleicher Höhe mit dem
Hund bleiben. Nicht ducken, gibt Druck! Den Hund weder zu fest ziehen,
noch von hinten schieben / treiben. Die richtige seitliche Geh-Distanz
herausfinden. Die Hunde werden durch eine falsche seitliche Distanz des
Hundeführers zum Slalom häufig aus dem Slalom herausgedrückt, oder
herausgezogen (Verletzung des Wohlfühlbereichs). Ausserdem den Slalom
wirklich zu Ende laufen und sich erst auf das nächste Gerät zuwenden,
wenn der Hund den Slalom komplett beendet hat. 3a.
Zuerst den Slalom nur aus gerader Richtung üben, bis der Hund den Slalom
selbständig richtig einfädelt. Dann die Anlaufwinkel kontinuierlich verändern
/ vergrössern. 3b.
Hinter dem Hund zurückbleiben und den Hund selbst einfädeln lassen. 4a.
Den Hund, der den Slalom bereits beherrscht, mehr motivieren (evtl.
ziehen, mit der Stimme anheizen, mit Körpergestik, Guti, Spielzeug, Lob
..... da sind der
Phantasie keine Grenzen gesetzt). 4b.
Mit dem Slalom zurück ins V- oder in die "Gasse" gehen, damit
der Hund den Slalom schneller durchlaufen kann und somit mehr Freude am
Slalom bekommt. 4c.
Den Slalom nochmals auf 6 oder 8 Stangen verkürzen. Dadurch wirkt der
Slalom auf den Hund weniger "erdrückend". Nach und nach die
Stangenzahl wieder erhöhen. Allgemeine
Tips: Erlernen
des Slaloms: Am
meisten bringt ein regelmässiges, tägliches Ueben im Garten, beim
Spaziergang, usw. mit eingesteckten Stangen aus Holz, oder
Schafhag-Piekern (Schafhag-Stangen) mit "darübergeschobenen"
PVC-Rohren. Beispiel: Immer bei der Heimkehr vom abendlichen Spaziergang,
also vor dem Füttern, max. 3 - 4 Mal. Immer
nur mit gerader Stangenzahl üben, da sich der Hund mit der Zeit daran gewöhnt,
auf welcher Seite der Slalom aufhört. Bei ungeraden Stangenzahlen muss
der Hund auf einmal auf der "falschen" Seite ausfädeln. Das
verwirrt den Hund und auch den Hundeführer. Schlussbemerkungen: Generell gilt auch beim Slalom, es gibt keine verbindlich, 100prozentig alleinige und für jeden Hund ideale Trainingsmethode. Jeder Hund und jeder Hundeführer sind anders. Die ideale Trainingsmethode muss selbst herausgefunden werden. Eine Kombination der oben aufgeführten Methoden ist durchaus denkbar. |