Veranstalter gegen Veranstalter - Leben und leben lassen


   

Geschrieben von Josie am 28. November 2007 10:18:05:

Hallo

Ich finde es sehr schade, dass das Konkurrenzdenken, das sich bei den Agilityteilnehmern schon länger bemerkbar macht nun auch bei den Veranstaltern beginnt.

Ob Dielsdorf Surber oder Dielsdorf Fröhlich, ob Birmensdorf oder Ins, ob Vilters oder Bösingen, Biasca oder Müntschemier, Laufen oder Yverdon, usw. Am einen Ort gibt es Verkaufsstände, am anderen Videoaufnahmen, dort ein super Restaurant, anderswo nur "Behelfs"-Verpflegung. Am einen Ort gibt es wunderschöne Preise, bis zum 4., 5. oder 6. Rang und ev. sogar noch einen Trostpreis für den letztplatzierten. Am anderen Ort werden die Podestplätze von Jumping und Open nicht einmal erwähnt geschweige denn mit Preisen belohnt. Am einen Ort gibt es schwarze Listen des Veranstalters, am anderen Ort braucht man Vitamin B, um überhaupt starten zu dürfen, anderswo kann man sich noch im letzten Moment nachmelden.

Aber vor allem: Es gibt immer wieder Wettkämpfe, die gleichzeitig stattfinden.

Und es gibt immer wieder Teilnehmer, die am einen Ort starten wollen und am anderen Ort auf keinen Fall. Das ist so und wird so bleiben.

Die einen möchten ein grosses Starterfeld, die anderen ein kleines. Die einen wollen möglichst Nuller laufen, die anderen setzen alles daran, einen genialen schnellen Lauf hinzulegen und riskieren lieber ein EL als auf Nummer sicher zu gehen, und dabei wollen sie von 60 Startern die besten sein.

Die einen wollen mit mehreren Hunden starten, die anderen nur mit einem. Die einen wollen ganz spezielle Preise einheimsen, die anderen möglichst wenig Startgeld bezahlen. Die einen wollen weit fahren, um mit den Kollegen zusammen zu sein, die anderen wollen möglichst kurze Anfahrtszeiten, um dann auch gleich nach dem 3. (oder schon dem 2.) Lauf nach Hause zu fahren. Die einen wollen Zweitäger mit dem Wohnwagen, die andern nur Halbtagesturniere. Die einen wollen rauchfreie Räume, die anderen ein gutes Gelände zum Spazieren. Die einen wollen Reithalle, die anderen Teppichboden und wieder andere Aussenwettkämpfe.

Warum nur können wir alle (Teilnehmer, Veranstalter, Zuschauer, Hundebesitzer und Nicht-Hundebesitzer) nicht einfach miteinander und nebeneinander leben anstatt immer wieder auf andere los gehen, Schuld zuweisen und gegeneinander kämpfen?

Im Leben geht es NIE so wie man es sich wünscht. Der eine ist arbeitslos, der andere hat Schulden, dort gibt es Beziehungsprobleme oder Gewalt. Aber wir alle müssen mit diesen Tatsachen leben und das beste daraus machen.

Bitte liebe Leute (und ich spreche alle damit an, nicht nur diejenigen, die sich hier oder anderswo im Netz dazu äussern), schaut gut zueinander, lasst jeden leben, entspannt Euch und geniesst das Leben, das Ihr habt. Denn man weiss nie, wann es plötzlich anders kommt, wann es zu Ende ist, und ob man dann nicht lieber das eine oder andere böse Wort zurückgenommen hätte.

Schöne Festtage an ALLE!

Josie





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