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Vor- und Nachname

Emiel Vervoort

geboren

Muß das sein? Ach ja, bin ja keine Frau ..... geboren 1940

Wohnort und Land

Kontich, Vorort von Antwerpen  (Belgien)

eigene Homepage:

Keine Zeit ;-)

 

Wann bist Du zum Agility-Sport gekommen?

Crufts 1982; eine Hundeausstellung in England; damals in London, heute in Birmingham.

Wodurch, was gab den Anstoss?

Ich habe immer Hunde gehabt, seit meinen Kinderjahren. Mein Grossvater, bei dem ich aufgewachsen bin, hatte eine Fox-Terrier-Zucht.

An der "Crufts" sah ich erstmals Agility und dachte "das kann mein Terrier auch, durch einen Tunnel und einen Sack kriechen". Auch beim Wassergraben sah ich keine Probleme, wenn man sah, wie er beim Kaninchenjagen über Bäche und Gräben sprang. Auch der Tisch konnte kein Problem sein. Wie oft hatte er schon etwas vom Tisch geklaut? Also begannen "Athos" und ich im Verein mit Agility.

Seit wann bist Du Richter?

Im Mai 1991 absolvierte ich in England ein einwöchiges Richterseminar und legte dort die Prüfung mit Erfolg ab; „Distinction“. Am gleichen Seminar nahmen auch Marco und Ronald Mouwen teil.

Leider wurden der Kurs und die Prüfung in Belgien nicht akzeptiert, da England nicht zur FCI gehörte. So habe ich die Prüfung in Belgien nochmals ablegen müssen.

Was hat Dich dazu bewogen, Richter zu werden?

Am Anfang hatten wir in Belgien nur Richter für die Unterordnung. Die haben dann gleichzeitig auch Agility gerichtet; ab und zu eine ziemliche Katastrophe. In jeder Ecke des Parcours stand ein Kontaktzonengerät. Deswegen schrieb das Belgische Agility-Reglement auch vor, dass ein Agilityparcours immer von zwei Richtern zu richten war.

Eigentlich müssen wir diesen Leute ja dankbar sein, immerhin konnten wir Agility machen. Der Verband erkannte aber schnell, dass die Richter aus dem "eigenen" Sport kommen mussten und fragte mich an, ob ich Richter werden könne (auf diplomatische Art dazu gezwungen) ;-)

Wie häufig "richtest" Du Turniere?

Ungefähr 2x pro Monat.

Was richtest Du am liebsten (inkl. Parcoursgestaltung): Spiele, Jumpings, oder offizielle Agility-Läufe?

Das ist mir eigentlich egal.

Spiele: Da kann ich meiner Phantasie wirklich freien Lauf lassen.

Jumping: Dort gefällt mir, wenn die Hunde mal ungebremst laufen und völlig ihre Geschwindigkeit ausnutzen können. Es freut mich, wenn die Hunde richtig Spass haben.

Agility: Da kann ich dem Hundeführer gelegentlich mal mit der Hand zuwinken, wenn er unterwegs eine Kontaktzone vergessen hat ;-)

Welches ist Dein Lieblingsgerät? Hast Du eine Lieblings-Gerätekombination?

Lieblingsgerät? Ich muss keine Geräte überwinden!

Mein "Athos" liebte den Tunnel . Ich selber mag schöne, flüssige Parcours (wenn ich selber mal laufe). Als Richter hasse ich den Laufsteg ;-)

Was gefällt Dir besonders am Richterjob?

Wenn viele Teams mit 0 Fehlern durchkommen. So mache ich die Hunde glücklich ..... und werde von den Frauchen und Herrchen gelobt.

Deine grössten Herausforderungen als Richter?

Die WM vielleicht? Obwohl, ob es jetzt eine WM oder ein kleines Turnier ist; ich glaube nicht, dass es für mich einen Unterschied macht (ich hoffe es zumindest, wir werden ja sehen). Man muss als Richter immer sein Bestes geben.

Was regt Dich auf an einem Turnier (Organisation, Verhalten der Agilityaner, etc.)?

Organisation: Wenn die Geräte gefährlich sind! Es gibt noch immer Vereine, bei denen die Agility-Geräte eine Katastrophe sind. Da geht es nur ums Geld; soviele Teilnehmer wie möglich und damit soviel wie möglich verdienen.

Agilityaner: Es gibt heutzutage Leute, die keinen Respekt mehr vor ihrem Hund haben. Bei einem Fehler bekommt der Hund im besten Falle einen Tritt in den A..ch. Es passieren aber auch noch andere Brutalitäten, leider ausserhalb der Sicht des Richters. Und bei einem Nullfehlerlauf kommt kaum ein Lob. Zum Glück sind es nur wenige, aber trotzdem zuviele. Der Richter kann eingreifen, wenn es nötig ist. Unsere Hunde können sich aber nicht verteidigen. Wenn sie sich verteidigen wollen, müssen sie beissen ..... und das dürfen sie nicht.

Das Schimpfen über den Richter stört mich eigentlich nicht. Trotzdem sollte man es unterlassen; wer hat selbst noch nie einen Fehler gemacht.

Was möchtest Du vor allem dem Agility-Nachwuchs mit auf den Weg geben?

Was ich mitgeben will? Das ist zwar eine Utopie, aber den Versuch wert:

Warten mit Agility, bis der Hund nicht nur körperlich sondern auch im Kopf erwachsen ist. Wenn ich sehe, dass Hunde mit knapp zwei Jahren schon in der A3 laufen und sogar WM-Qualis bestreiten. Gratuliere, das muss wirklich ein guter "Ausbilder" sein. Leider kann von "Ausbilder" aber nicht die Rede sein; man sollte besser sagen, er oder sie kann "ein" Sportgerät gut manipulieren :-(

Ein Kind darf Kind sein und spielen. Also lasst einen Welpen doch auch Welpe sein. Oder braucht ihr Agility-Geräte, um mit den Welpen zu spielen?

Machst Du selbst noch aktiv Agility?

Na klar, aber wenig. Mein jüngster Hund ist 10 ½ Jahre alt und Kate, die älteste, wird 16.

Welche Zukunftspläne und Wünsche für die Zukunft hast Du persönlich?

Eigentlich bin ich glücklich!

Zukunftspläne? Mit dem Rauchen aufhören.

Wünsche? Meine Frau überreden zu können, wieder einmal einen Fox–Terrier ins Haus zu nehmen ;-) Aber als Haus-Garten-Küchen-Hund. So kann ich mal wieder Agility trainieren, statt Geschirr spülen zu müssen ;-)

Persönliche Bemerkungen?

Ich wünsche allen WM-Teilnehmern viel Glück, und  allen Hunden auf dieser Welt einen leckeren Fressnapf.